Die Geschichte des Schals

Längst ist der Schal nicht mehr nur notwendiges Übel für die kalte Jahreszeit, sondern hat sich auch außerhalb von Schnee und Frost als stylisches Modeaccessoire etabliert – und nicht mehr nur unter Frauen! Auch die Herren der Schöpfung sieht man immer öfter mit Schal – Grund genug, um sich einmal mit der Entstehungsgeschichte des Schals zu befassen.

Die ersten Schals tauchten schon vor tausenden von Jahren in Kashmir am Himalaya auf. Das Wort „Schal“ stammt aus dem Persischen und bedeutet Umhänge- oder Kopftuch – genau als solches diente es in Kashmir auch. Um die Bewohner vor kaltem Wind zu schützen, wurde das Fell der Kashmir Ziegen (daher auch der Name des Materials) zu großen quadratischen Tüchern gewoben, das um Kopf und Oberkörper gelegt wurde – damals erinnerte also noch nicht viel an die heute Version des länglichen Schals, den man um den Hals trägt.

Der Begriff „Schal“ (aus dem Englischen „shawl“) wurde erst viel später, genau genommen im 17. Jahrhundert, in einem Reisebericht erwähnt. Schnell wurde das Tuch in Europa modern und diente der armen Bevölkerung als wirksamer Schutz gegen Wind und Wetter. Als im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts Mäntel immer erschwinglicher wurden, verlor der Schal seine Kleidungsfunktion und mit ihr seine quadratische Form. Er ging in die längliche Variante über, in der er bis heute als modisches Accessoire zum Anzug und wirksamer Kälteschutz am Hals dient.

Waren edle Materialen wie Seide oder Kashmir lange nur den Damen vorbehalten, trägt auch Mann inzwischen diese Stoffe. Der Herrenschal gilt aktuell als DAS Trendaccessoir Nummer 1, häufig sieht man sie als dünne Tuchschals, die halbiert und dann als Schlaufe um den Hals getragen werden. Diese Variante lässt sich auch prima mit einem Shirt oder Tanktop verbinden und setzt stilvolle optische Akzente.

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